Frankfurt/Main (kf) – Mit einem prognostizierten Wachstum um 7% auf einen Rekordproduktionswert von 11,5 Mrd. Euro wird der deutsche Werkzeugmaschinenbau im laufenden Jahr weiter an Fahrt gewinnen. Für 2006 meldet der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) einen Zuwachs um 4% auf 10,8 Mrd. Euro. Seit Mitte 2006 entwickele sich der Auftragseingang aus dem Inland noch kräftiger als die Bestellungen aus dem Ausland, so dass der Aufschwung heute auf zwei Beinen stehe, wie VDW-Präsident Carl Martin Welcker betont. Der Verband rechnet damit, dass die Wachstumsphase bis ins Jahr 2008 reichen wird.
Die deutschen Werkzzeugmaschinenexporte erhöhten sich in den ersten neun Monaten 2006 um 13%. China konnte sich wieder als wichtigstes Abnehmerland behaupten, obwohl die Verkäufe dorthin um 1% auf 597 Mio. Euro zurückgingen. Die Exporte nach Amerika sanken um 2% auf 539 Mio. Euro.
Die Rückgänge wurden aber überkompensiert durch Auslieferungen in die europäischen Länder und die so genannten „Emerging and Developing Markets“. Seit 2000 sind die Exporte in die Emerging Markets von weniger als 1,5 Mrd. Euro auf knapp 3 Mrd. Euro gewachsen. Die Folge war, dass diese Länder heute einen Anteil am Gesamtexport von mehr als 40% erreichen. Die Exporte nach Großbritannien, Österreich und Schweden expandierten im Berichtszeitraum überproportional. Korea, Russland, Indien und Japan waren die Märkte, die sich am stärksten entwickelten.
Auch die WZM-Importe sind 2006 kräftig gestiegen: 15% mehr setzten ausländische Anbieter in Deutschland ab. Besonders gefragt waren Maschinen aus Korea, Taiwan und Japan. Jedoch blieben die Anbieter aus der Schweiz mit 582 Mio. Euro in den ersten neun Monaten die erfolgreichsten ausländischen Lieferanten, gefolgt von Japan, Italien und den USA.
Die Beschäftigung hat sich seit drei Jahren bei 65000 Mitarbeitern stabilisiert. Welcker rechnet für 2007 nicht mit einem spürbaren Aufbau der Stammbelegschaften. Die derzeitige Kapazitätsauslastung liegt bei 91%; der Auftragsbestand reicht für 6,4 Monate.
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